Technische Auslegung von Unterwasser-Sensor- & Steuerkabeln
Bewehrte Unterwasser-Instrumentierungskabel
Ein- und mehradrige tragende Kabel für Unterwassersensoren, CTD-Messgeräte, Überwachungstechnik und kompakte Steuerstromkreise. Wählen Sie den Aufbau nach elektrischer Aufgabe, Einsatzlast, Biegebeanspruchung, Wassereinwirkung und Anschluss aus; die Aderzahl allein genügt nicht.

Zuerst das technische Einsatzkonzept festlegen
Aufgaben dieser Kabelfamilie
Ein Unterwasser-Instrumentierungskabel kann zugleich elektrische Verbindung und Teil des mechanischen Aussetzsystems sein. Eine tragfähige Spezifikation verbindet deshalb Signal- oder Steueranforderungen mit Aufhängung, Einholen und Anschlusstechnik.
Ausführungen für einen kompakten Einzelstromkreis oder mehradrige Sensor- und Steuerarchitekturen.
Bewehrung aus verzinktem Stahl oder Edelstahl AISI 316, ausgewählt nach Arbeitslast, Bruchlast und Handhabung.
Je nach Ausführung kommen PVC, HDPE, PP, Nylon, PET-E und hydrolysebeständiges PUR zum Einsatz.
Bewehrungsverankerung, Abdichtung, Steckverbindergeometrie und Zugentlastung werden gemeinsam geprüft.
Ein Kabel, das sein Eigengewicht oder ein Instrument trägt oder wiederholt über eine Rolle läuft, benötigt eine festgelegte Arbeitslast, ein Sicherheitskonzept, einen Mindestbiegeradius und eine geeignete Bewehrungsendverankerung. Diese Angaben können den Aufbau auch bei gleicher Leiterzahl verändern.
Anwendungsübersicht
Typische Anwendungen für Unterwasser-Instrumentierungskabel
Hinter derselben Anwendungsbezeichnung können sehr unterschiedliche Lasten und Bewegungszyklen stehen. TEBAOFLEX grenzt die Kabelauswahl anhand von Aussetzmethode und Geräteschnittstelle ein.
CTD- und ozeanografische Instrumente
Für Leitfähigkeits-, Temperatur-, Tiefen- und verwandte Sensorpakete, die von Schiff oder Plattform abgelassen werden. Hängende Masse, maximale Ausgabelänge, Rollengeometrie und nass oder trocken steckbare Schnittstelle festlegen.
Küsten- und Unterwasserüberwachung
Für stationäre oder regelmäßig eingeholte Geräte, bei denen Wassereinwirkung, Mantelwerkstoff, Korrosionsschutz und langfristige Abdichtung der Anschlüsse die Auslegung bestimmen.
Mit Winden ausgesetzte Sensoren
Für wiederholtes Ablassen und Einholen. Dynamischen Biegeradius, Ablenkwinkel, Trommel- und Rollendurchmesser, Seilzug und Zyklusprofil prüfen, bevor Leiter- und Bewehrungsdetails festgelegt werden.
Kameras und kompakte Steuerstromkreise
Für Geräte mit einer kompakten Kupferverbindung und mechanischer Tragfunktion. Spannung, Strom, Leiterwiderstand, Signalarchitektur und Steckverbinder-Bauraum bleiben projektspezifische Vorgaben.
Vergleich der Referenzausführungen
Elektrische und mechanische Ausgangsdaten vergleichen
Mit diesen Ausführungen lässt sich das nächstliegende technische Konzept bestimmen. Der angebotene Aufbau wird anschließend auf Spannung, Lastfall, Biegebeanspruchung, Umgebung, Kabellänge und Anschluss abgestimmt.
| Parameter | Einadrige Miniaturausführung | Siebenadrig mit Edelstahl | Siebenadrig mit PUR |
|---|---|---|---|
| Aufbau | 1 × 0.34 mm² Kupfer; PVC-Isolierung; Nylonmantel; verzinkte Stahldrahtbewehrung | 7 × 0.38 mm²; HDPE/Nylon/PET-E; doppelte gegenläufige Bewehrung aus Edelstahl AISI 316 | 7 × 22 AWG; PP-Isolierung; hydrolysebeständiges PUR; verzinkte Stahlbewehrung |
| Elektrischer Kennwert | Prüfung mit 1000 Vdc × 1 min | 300 V | 600 V |
| Nennaußendurchmesser | 3.15 mm | 9.20 mm | 9.10 mm |
| Bruchlast | 6.33 kN | 3300 kg | 43 kN |
| Betriebslast | — | 820 kg | 11 kN |
| Statischer Biegeradius | — | 135 mm | 95 mm |
| Dynamischer Biegeradius | 75 mm | 180 mm | 190 mm |
| Temperaturbereich | — | −40 bis +80°C | −30 bis +80°C |
Einordnung: 1000 Vdc × 1 min ist ein dielektrischer Prüfwert und keine Dauerbetriebsspannung. Die Bruchlast ist nicht die zulässige Arbeitslast. Ein Strich bedeutet, dass der Parameter für den gewählten Projektaufbau festzulegen ist.
Bewehrung, Last und Handhabung
Bewehrung anhand des gesamten Aussetzsystems auswählen
Der Bewehrungswerkstoff ist nur ein Teil der Entscheidung. Lagengeometrie, Korrosionsschutz, Zuglast, Zyklen und Endverankerung bestimmen gemeinsam, ob die vorgesehene Lastübertragung funktioniert.
Verzinkte Stahlbewehrung
Eine mögliche Lösung, wenn hohe mechanische Tragfähigkeit und kompakter Aufbau im Vordergrund stehen. Wassereinwirkung, Mantelbedeckung, galvanische Kontaktstellen sowie Lager- und Wartungsbedingungen gehören zur Korrosionsbewertung.
- In den einadrigen Miniatur- und siebenadrigen PUR-Referenzausführungen verwendet
- Bewehrungsbedeckung und Außenmantelkonzept prüfen
- Endverankerung und zulässige Zuglast festlegen
Bewehrung aus Edelstahl AISI 316
Eine auf Korrosionsanforderungen ausgerichtete Lösung für Instrumentierung unter Wassereinwirkung. Die siebenadrige Referenzausführung nutzt zwei gegenläufige Bewehrungslagen als mechanische Tragstruktur um den elektrischen Kern.
- In der siebenadrigen Edelstahl-Referenzausführung verwendet
- Werkstoffverträglichkeit an Verschraubungen und Steckverbindern bestätigen
- Abnahmekriterien für Biegung, Zyklen und Zug gemeinsam festlegen
Handhabung festlegen
Statische Aufhängung und wiederholtes Einholen sind unterschiedliche Betriebsarten
Spezifikationsablauf
Von der Geräteschnittstelle zur angebotsfähigen Kabelspezifikation
Ein kompakter, strukturierter Datensatz ermöglicht den Vergleich einer vorhandenen Ausführung mit einem projektspezifischen Aufbau, ohne elektrische, mechanische und Umweltgrenzen zu vermischen.
Gerät & Verlegeweg
Instrument, Installation, Wassereinwirkung und ausgesetzte Länge angeben.
Elektrische Aufgabe
Stromkreise, Spannung, Strom und erforderliche Signal- oder Steuerarchitektur festlegen.
Mechanische Beanspruchung
Arbeitslast, maximale Zuglast, Biegegeometrie und Bewegungszyklen angeben.
Werkstoffe & Enden
Bewehrung, Mantel, Korrosionskontaktstellen, Steckverbinder und Zugentlastung prüfen.
Angebot & Prüfung
Vorgeschlagenen Aufbau, Zeichnung, Prüfpunkte und Dokumentation abstimmen.
Technische Referenzen und Prüfreferenzen
Referenzen gelten jeweils für das betreffende Kabelmerkmal
Tragende Unterwasser-Instrumentierungskabel werden nach dem Projekteinsatz spezifiziert. Allgemeine Kabelnormen können einzelne Leiter- oder Werkstoffprüfungen stützen; Zug-, Biege-, Wasser- und Anschlussabnahmen bleiben Bestandteil des vereinbarten Prüfplans.
Kann für Leiterklasse und Widerstandsanforderungen herangezogen werden, sofern Aufbau und Projektspezifikation dies vorsehen.
Liefert Verweise auf Prüfverfahren für Isolier- und Mantelwerkstoffe, wobei der zutreffende Teil nach der geforderten Eigenschaft ausgewählt wird.
Kann Durchgängigkeit, Leiterwiderstand, dielektrische Prüfung, Maßkontrollen, Zug- oder Lastprüfungen, Biegeprüfung und Dokumentation des angebotenen Kabels festlegen.
Übliche Normen für Schiffs- oder Prozessinstrumentierungskabel behandeln vor allem installierte elektrische Stromkreise. Ein Kabel, das Unterwassergeräte trägt, benötigt zusätzlich eine definierte Lastübertragung, eine Prüfung der dynamischen Handhabung und eine geeignete Bewehrungsendverankerung.
Fragen aus dem Einkauf
FAQ zu bewehrten Instrumentierungskabeln
Worin unterscheidet sich dieses Kabel von einem üblichen bewehrten Schiffs-Instrumentierungskabel?
Ein übliches Schiffskabel wird meist für einen fest installierten Stromkreis ausgewählt. Ein tragendes Unterwasserkabel kann zusätzlich Geräte aufhängen oder einholen; deshalb werden Arbeitslast, Bruchlast, Biegeradius, Zyklen, Wassereinwirkung und Bewehrungsendverankerung zu zentralen Auslegungsdaten.
Sollte ich verzinkte Stahl- oder Edelstahlbewehrung wählen?
Entscheidend ist die gesamte Beanspruchung, nicht allein die Korrosionsbeständigkeit. Verzinkter Stahl kann kompakte, hochtragfähige Aufbauten ermöglichen; Edelstahl AISI 316 kann für korrosionsorientierte Anwendungen unter Wassereinwirkung geeignet sein. Mantelbedeckung, galvanische Kontaktstellen, Kabelgeometrie, Zyklen und Anschlussbauteile beeinflussen die endgültige Auswahl.
Ist die angegebene Bruchlast die zulässige Arbeitslast?
Nein. Die Bruchlast ist nicht die zulässige Betriebslast. Arbeitslast und Sicherheitskonzept müssen Kabeleigengewicht, Gerätemasse, Ausgabelänge, Strömung, Einholkräfte, dynamische Effekte und Wirkungsgrad der Endverankerung berücksichtigen.
Welche Angaben werden für die Kabelauswahl benötigt?
Leiterzahl und Querschnitt, Spannung und Strom, Signal- oder Steueraufgabe, Kabellänge, Wasserumgebung, Gerätemasse, Arbeitslast oder Zuglast, statische und dynamische Biegegeometrie, Winden- oder Rollendaten, Temperaturbereich und Anschlussanforderungen senden.
Kann das Kabel für einen Steckverbinder oder einen vergossenen Endanschluss geliefert werden?
Das Kabel kann auf den vorgesehenen Endanschluss abgestimmt werden. Senden Sie Steckverbinder- oder Durchführungszeichnung, Dichtkonzept, Bewehrungsverankerung, Bauraum des Rückgehäuses, Zugentlastungsgrenzen und erforderliche Endvorbereitung, damit mechanische und wasserdichte Schnittstellen abgestimmt werden können.
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Senden Sie Lastfall und elektrische Anforderungen über das Angebotsformular. Gerätezeichnungen und Steckverbinderdateien können Sie dem Kabelteam für dieselbe technische Prüfung per E-Mail senden.

